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27.09.2008
"Junge Hüfte" als Ziel
Internationales Aikido-Seminar in der Witthauhalle Haigerloch
Haigerloch entwickelt sich immer mehr zu einem
sportlichen Aikido-Zentrum. Jüngst vermittelte Großmeister Sensei
Yoshigasaki sein Wissen und die Teilnehmer kamen aus ganz Europa ins
Felsenstädtchen.
EBERHARD WAlS
Haigerloch.
Ein weiteres internationales Aikido-Seminar mit dem Großmeister
Sensei Yoshigasaki fand dieser Tage in der Witthauhalle in
Haigerloch statt.
Die Ki-Aikidoschulen von Haigerloch, Hechingen und
Balingen organisierten das Seminar, zu dem 42 Aikidoka aus
Deutschland, Italien, der Schweiz und auch aus Österreich und
England anreisten.
Auf einer Mattenfläche von 250 Quadratmetern konnten
sie sich intensiv mit den verschiedenenTechniken und Übungen
auseinandersetzen.
Sensei Yoshigasaki hatte ein umfangreiches
Programm zusammengestellt, das neben vielen Übungen zur
Körperwahrnehmung und Meditation auch sieben Tsuzukiwaza umfasste.
Eine Tsuzukiwaza ist eine festgelegte Abfolge von sechs bis sieben
verschiedenen Aikido-Techniken. Das Ziel ist, die Abfolge als
harmonisches Ganzes auszuführen. Es sei nicht das Wichtigste, dass
die Techniken funktionieren und der Uke (Angreifer) möglichst hart
auf die Matte fliege, so Sensei Yoshigasaki vielmehr müsse der Uke
vor allem so geführt werden, dass es eine gemeinsame Bewegung von
beiden Partnern ergebe. Erst dann sollte die Technik weiter
verfeinert werden.
Zahlreiche Übungen sollten den Aikidoka helfen, "junge Bewegungen"
auszuführen. Oft werde die Hüftbewegung vernachlässigt und die
Techniken seien weniger dynamisch. Eine lockere, "junge" Hüfte sei
eine wichtige Voraussetzung, um die Energie des ganzen Körpers
einzusetzen. Am Ende des Lehrgangs absolvierte Yves Opizzo seine
Prüfung zum Okuden. Dies ist die höchste Ki-Prüfung und
Voraussetzung für den 4. Dan. Bei den Ki-Prüfungen werden unter
anderem ein sicherer Stand und eine ruhige Körperhaltung getestet.
Allgemein wurde die Veranstaltung sehr gelobt.

Sensei Yoshigasaki mit Yves Opizzo als Uke



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